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Eine Welt, ein Traum zur Situation der Menschenrechte in China

Themenabend mit der ESG: 

Die letzte Aktion im Sommersemester 2008 bestritten wir gemeinsam mit der ESG (Evangelische StudentInnengemeinde): Am 1. Juli veranstalteten wir in den Räumen der ESG (Hindenburgstr. 46) einen Themenabend „Eine Welt, ein Traum – zur Situation der Menschenrechte in China“.

Nach einer Andacht und einem gemeinsamen Essen ging’s um 20.30 Uhr richtig los:

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THEMENABEND EINE WELT, EIN TRAUM – ZUR SITUATION DER MENSCHENRECHTE IN CHINA

Die letzte Aktion im Sommersemester 2008 bestritten wir gemeinsam mit der ESG (Evangelische StudentInnengemeinde): Am 1. Juli veranstalteten wir in den Räumen der ESG (Hindenburgstr. 46) einen Themenabend „Eine Welt, ein Traum – zur Situation der Menschenrechte in China“.

Nach einer Andacht und einem gemeinsamen Essen ging’s um 20.30 Uhr richtig los:

Zum Einstieg präsentierten wir die wichtigsten Hintergrundinformationen zu China an sich und zur derzeitigen Menschenrechtssituation. Anschließend kam es – was uns sehr gefreut hat – mit den fast 40 anwesenden Besuchern zu einer spannenden Diskussion über die Menschenrechtslage in China, den Umgang mit China und den Chinesen und darüber, was denn der Einzelne konkret verändern kann. Der Großteil der Anwesenden entschloss sich auch dazu, unsere Petition für die Chinesin Mao Hengfeng zu unterzeichnen. (mehr …)

Filmabend: China Blue

Traditionell fand auch in diesem Sommersemester ein Filmabend statt. Am Mittwoch, den 18. Juni 2008, luden wir zu China Blue (von Micha X. Peled), einem dokumentarischen Porträt über eine junge chinesische Fabrikarbeiterin, ein.

 

 

Seit einigen Jahren gibt es in China zunehmend mehr Wanderarbeiter, die vom Land in Chinas boomende Städte ziehen, um dort Arbeit zu finden und so Geld für ihre Familien zu verdienen. Momentan wird die Zahl dieser extrem billigen Arbeitskräfte auf 200 Millionen Menschen geschätzt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind in den Fabriken oft katastrophal: Mit umgerechnet zwei bis drei Euro Lohn pro Tag bekommen die Arbeiter kaum genug Geld zum Überleben, sie arbeiten 12-14 Stunden pro Tag und haben nur einen freien Tag im Monat. Jegliche Versicherung oder Versorgung im Krankheitsfall fehlt. Es gibt keine Gewerkschaften, die dagegen protestieren könnten, dass die Arbeitskräfte ohne Vertrag arbeiten und zu Überstunden gezwungen werden.

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Leseabend zu China

Unser Leseabend am Mittwoch, den 28.05.2008, hat zahlreiche Zuhörer angelockt. Etwa 40 Gäste, die meisten von ihnen Studenten, hörten im Restaurant-Café Muskat die von Studenten gelesenen Texte, die das Reich der Mitte von unterschiedlichen Seiten beleuchteten.

Auszüge aus den Erinnerungen der chinesischen Staatsanwältin Xiao Rundcrantz („Rote Staatsanwältin. Meine Entscheidung gegen Korruption und Machtmissbrauch in China“), die inzwischen nach Schweden ausgewandert ist, zeigten gravierende Mängel im Justizsystem auf. Vorgetragen wurde ein Auszug über die erste Hinrichtung, der Xiao Rundcrantz als junge Staatsanwältin beiwohnen musste. Ebenso eindrucksvoll schilderte die ehemalige chinesische Staatsanwältin die Zwangssterilisation einer Bäuerin, die mehrfach gegen die Ein-Kind-Politik verstoßen hatte. Inzwischen sind diese Zwangsmaßnahmen verboten. Zu den lustigen Augenblicken trugen besonders die kurzen und humorvollen „Gebrauchsanweisung[en] für China“ bei, die immer wieder eingestreut wurden. Der Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Peking, Kai Strittmatter, demontiert auf amüsante Weise etliche Stereotypen über Chinesen und die chinesische Kultur: Über die Bedeutung von Visitenkärtchen bis zu den Handlungsanweisungen für chinesische Polizisten anlässlich der Olympischen Spiele. Zudem wurden zwei Reportagen aus dem Buch „Kinder des Himmlischen Friedens. Gespräche mit der neuen chinesischen Generation“ von Harald Maass und Li Wei vorgelesen, in denen die Isolation von HIV-Infizierten und die Entstehung der Umwelt- als Bürgerbewegung in China thematisiert wurden. Letzteres bezeichnet der Autor als „sanfte Revolution“. Die Geschichte des chinesischen Teenagers, der sich nach einem kleinen Unfall bei der Behandlung im Krankenhaus mit dem Virus infizierte, erregte sowohl in China als auch im Ausland Aufsehen. Sie führte schließlich dazu, dass in China das Tabu AIDS ebenso wie der Handel mit unkontrolliertem Blut angesprochen und thematisiert wird. (mehr …)