GEMEINSAM FLÜCHTLINGE SCHÜTZEN

DIE ERLANGER HOCHSCHULGRUPPE VON AMNESTY INTERNATIONAL BETEILIGT SICH AN EINER 24-STUNDEN-AKTION IN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND DER SCHWEIZ.

ERLANGEN, 12.04.2016 – Eine Mauer mitten in der Innenstadt: Mit dieser Symbolik gestaltet die Erlanger Hochschulgruppe von Amnesty International am kommenden Samstag, den 16. April, ab 11:30 Uhr einen Flashmob am Hugenottenplatz. Die Studierenden fordern mit ihrer Aktion einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in Europa und demonstrieren gegen das EU-Türkei-Abkommen.

Die Erlanger Hochschulgruppe von Amnesty trägt mit ihrem Flashmob zu einer 24-Stunden-Aktion vom 15. auf den 16. April 2016 bei, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindet. In Wien, Fribourg, Bern, Darmstadt, Hannover, Köln, Konstanz, Mannheim, Passau, Tübingen und Erlangen organisieren junge Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty International Flashmobs, Fotoausstellungen, Filmaufführungen und Projekte mit Flüchtlingen. Die Mitglieder der Menschenrechtsorganisation werden zudem Unterschriften und persönliche Botschaften sammeln.

„Wir fordern die EU auf, eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen zu garantieren“, erklärt Ramon Glienke, Mitorganisator des Aktionstages und Mitglied der Erlanger Hochschulgruppe. „Denn Asyl zu suchen ist ein Menschenrecht. Mit der Aktion möchten wir ein Zeichen für eine offene, tolerante Gesellschaft und gegen rassistische Hetze setzen.“

Einen bildlichen Eindruck vom geplanten Flashmob können Sie sich über folgendes Video zu #BOUNDBYBORDERS machen: https://vimeo.com/155701386

HINTERGRUND

Das seit April angewandte EU-Türkei-Abkommen ist ein schwerer Schlag gegen das internationale Flüchtlingsrecht und die Menschenrechte. Dass erst ein syrischer Flüchtling sein Leben riskieren muss, damit ein anderer aufgenommen wird, ist nicht humanitär, sondern unmenschlich. Sichere Zugangswege müssen geschaffen werden, ohne sie an solche Bedingungen zu knüpfen. Amnesty-Berichte belegen, dass in den letzten zwei Monaten mehrere Tausend syrische Flüchtlinge aus der Türkei nach Syrien in den Bürgerkrieg abgeschoben wurden. Damit bricht die Türkei internationales Recht und setzt Menschenleben aufs Spiel.

Die Agenda von Amnesty International für den Schutz von Flüchtlingen in Europa:

http://www.amnesty.de/2015/9/7/agenda-von-amnesty-international-zum-schutz-von-fluechtlingen-europa?destination=node%2F26863

Eine ausführliche Stellungnahme von Amnesty International zum EU-Türkei-Abkommen:

https://www.amnesty.ch/de/laender/europa-zentralasien/tuerkei/dok/2016/fluechtlinge-sind-
keine-ware

 

 

Terminankündigung_Amnesty Hochschulgruppe Flashmob 16-04-2016 Homepage