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DACH-Aktion zum Thema Flüchtlingsschutz

Am 15. Und 16. April fanden in Deutschland (D), Österreich (A) und Schweiz (CH) in Darmstadt, Erlangen-Nürnberg, Hannover, Köln, Konstanz, Mannheim, Passau, Tübingen, Wien, Fribourg und Bern Aktionen zum Thema Mauer, Grenzen und Flüchtlingen, getreu dem Motto „humans before borders“, statt. Das Ganze fand über einen Zeitraum von 24 Stunden, in Form von verschiedenen einzelne Aktionen, in den genannten Städten statt.

Im März 2016 wurde das EU-Türkei Abkommen verabschiedet, welches leider einen Abbau der Menschenrechte für Flüchtlinge markiert. Es stellt eine Missachtung der Pflichten der EU dar, ihre Grenzen für Flüchtlinge offen zu halten. Da Asyl ein Menschenrecht ist, fordert Amnesty die EU dazu auf unter menschwürdigen Bedingungen Asyl zu gewähren, sowie die Abschaffung der Einstufung von sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“. Auch besagt die offizielle Stellungnahme von Amnesty International, dass die Türkei kein sicheres Drittland und die Massenrückführung somit nicht nur Menschenunwürdig, sondern auch gefährlich sei und keine langfristige Lösung darstelle.
Im Rahmen dessen hat sich am 16. April natürlich auch die Amnesty International Hochschulgruppe der FAU an der DACH-Aktion beteiligt. Mit der äußerst kreativen Idee eine menschliche Mauer zu bilden, um die Passanten zu stoppen und diese zu einer Unterschrift auf unserer Petition aufzufordern, konnten wir während der 5-stündigen Aktion am Hugenottenplatz in Erlangen 33 Euro Spenden und 89 Unterschriften sammeln. Mit der Petition haben wir uns für bessere psychische Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen eingesetzt, z.B. sollen mehr Dolmetscher finanziert werden, um diesen Menschen besser helfen zu können, nachdem sie von ihrer langen und schwierigen Reise im Zielland ankommen.
Die Mauer wurde zuvor mit Hilfe von viel Farbe, Rucksäcken, welche zum Tragen der Mauer dienten, und großen Kartons gebastelt. Als eindrucksvolles Extra wurde an den drei einzelnen Mauerteilen selbstgebastelter Stacheldraht angebracht. Bei der Aktion gab es als Höhepunkt einen Flashmob, bei dem eine Stellungnahme auf Englisch und auf Deutsch vorgetragen wurde und mithilfe gelber und schwarzer Regenschirmen die Worte „humans before borders“ dargestellt wurden.
Eines ist sicher, trotz des schlechten Wetters haben wir mit dieser Aktion die Fußgängerzone aufgemischt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle die sich beteiligt haben!