Bayernweite4

Folterer haben eine große Fantasie

Deutsch

Ein Hammer. Eine Plastiktüte. Ein Trichter. Eine Bohrmaschine. Ein Paar Kopfhörer.

Dinge, die viele von uns zu Hause haben. Dinge, die wir häufig benutzen, ohne uns viele Gedanken zu machen. Doch Folterer haben eine große Fantasie. Eine einfache Plastiktüte zum Beispiel wird dem Opfer über den Kopf gezogen, um es am Atmen zu hindern und in Todesangst zu versetzen. Der Sauerstoffentzug führt sehr schnell zu dauerhaften Gehirnschädigungen. Diese Folter durch Beinahe-Erstickungen hat Amnesty International unter anderem in der Dominikanischen Republik, Kirgisistan, den Philippinen, Tadschikistan und Usbekistan dokumentiert.

Folter ist alltäglich. Obwohl weltweit 155 Staaten die UN-Antifolterkonvention ratifiziert und damit Folter verboten haben, hat Amnesty in den vergangenen fünf Jahren Folter und Misshandlung in 141 Staaten auf allen Kontinenten dokumentiert. Deshalb haben wir uns am 27.06.2015 bei der Bayernweiten Aktion, die zeitgleich in 20 bayerischen Städten stattfand, dafür eingesetzt, dass Folter nicht ungesehen bleibt. Auf einzelnen Sockeln stellten wir Alltagsgegenstände aus, die in verschiedenen Ländern als Folterinstrumente verwendet wurden. Unser Publikum luden wir dazu ein, Petitionen zur Aufklärung der CIA-Folter und zur Freilassung Raif Badawis zu unterzeichnen. Zusammen mit der Stadtgruppe und engagierten Schüler_innen des Emil-von-Behring-Gymnasiums in Spardorf gelang es uns, rund 70 Unterschriften zu sammeln. Danke an alle für eure Unterstützung!

Setzt euch mit uns gegen Folter ein: https://www.stopfolter.de/

English

Torturers have a wild imagination. To harass their victims they use everyday life objects like plastic bags, hammers or headphones. Although torture is forbidden by a UN convention which was ratified by 155 countries, Amnesty International documented different cases of torture in 144 countries during the past five years. To attract attention for this topic, we put those „normal“ objects into a small exhibition in the city center of Erlangen and collected about 70 signatures for our petitions.

If you’d also like to support our campaign, please click here: https://www.stopfolter.de/