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Erst Menschen, dann Grenzen schützen! / Protect people, not borders!

Deutsch

„Frau Merkel: Erst Menschen, dann Grenzen schützen!“, schallte es am Weltflüchtlingstag aus dem Megaphon. Wir haben uns am 20. Juni 2015 an der Aktion des Studierenden-Aktionsnetzwerks (STAN) beteiligt und die Erlanger Fußgängerzone zwischen Schloßplatz und den Arcaden symbolisch ins Mittelmeer verwandelt: Gelbe Flüchtlingsboote aus Pappe wagten die Überfahrt, verfolgt von der Grenzschutzorganisation FRONTEX, die sie zum Umkehren aufforderte. Immer wieder kenterten Boote. In schwarze Leichensäcke gehüllt folgten deren Insass_innen mit dem Banner „SOS EUROPA: Menschenrechte kennen keine Grenzen“ der spärlicher werdenden Bootsflotte.

Für Flüchtlinge gibt es kaum legale und sichere Wege in die Europäische Union. Wer wegen Krieg oder Verfolgung in die EU möchte, reist daher zumeist geheim und illegal ein. Damit sind Flüchtlinge Schlepper_innen schutzlos ausgeliefert. Viele nehmen den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer auf sich. Die Praxis der EU, sich als „Festung Europa“ vor Flüchtlingen abzuschotten, kostet allein auf dem Mittelmeer jedes Jahr Hunderte bis Tausende Menschenleben. Der UNHCR bezeichnete es deswegen als das „tödlichste Gewässer für Flüchtlinge und MigrantInnen“. Im vergangenen Jahr starben hier mindestens 3.500 Menschen.

Deswegen fordert Amnesty International die Staatsoberhäupter der Europäischen Union auf, weitere Tode zu verhindern. Wir fordern von unserer Bundeskanzlerin Frau Merkel, sich endlich dafür einzusetzen, dass die Europäische Union legale und sichere Wege für Flüchtlinge schafft. Grenzschutz darf nicht auf dem Rücken derjenigen ausgetragen werden, die wegen Krieg, Armut oder Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten und Schutz brauchen.

Unterstützt unsere Forderung hier: www.amnesty.de/sos-europa

English

„Protect people, not borders!“ In our flashmob on Saturday, June 20th, we requested the German chancellor, Ms Angela Merkel, to make an effort to create save ways for refugees who struggle to reach Europe.

Support our petition here: www.amnesty.de/sos-europa