Stehen, stehen, stehen.

Folter in der Fußgängerzone

STOP FOLTER-Aktion der bayerischen Hochschulgruppen von Amnesty International war ein voller Erfolg

Die Menschen in der Erlanger Innenstadt trauen ihren Augen nicht: Ein Zug von Gefangenen wird durch die Fußgängerzone getrieben, wütend angebrüllt, übel beleidigt und mit Knüppeln geschlagen. Die Gefangenen sind aneinander gefesselt, sie haben Tüten über dem Kopf und schreien vor Schmerz.
Die Blicke der PassantInnen sind fragend, teilweise angewidert und entsetzt. Zu ihrer Erleichterung folgt schnell die Auflösung: Was da passiert, ist eine Aktion der bayerischen Amnesty-Hochschulgruppen, die sich am 11. Oktober 2014 zu einem Vernetzungstreffen in Erlangen versammelt haben. Wir nutzten diese Gelegenheit, um im Rahmen der STOP FOLTER-Kampagne auf Folteropfer weltweit aufmerksam zu machen.

Alfreda Disbarro von den Philippinen beispielsweise war verdächtigt worden, Drogen gehandelt zu haben. Um ein Geständnis zu erpressen, wurde sie von Polizisten verprügelt und gezwungen, einen Wischmopp zu essen. Der 16-jährige Moses Akatugba aus Nigeria wurde des Diebstahls beschuldigt und in der Haft mit Macheten und Schlagstöcken traktiert. Die Polizisten rissen ihm Finger- und Fußnägel aus und hängten ihn stundenlang mit gefesselten Armen auf.

Um zu erreichen, dass diese Fälle von der Justiz vor Ort aufgearbeitet werden, sammelten wir etwa 30 Amnesty-Mitglieder aus Augsburg, Bayreuth, Eichstätt, Erlangen, Ingolstadt, Passau, Regensburg und Würzburg in anderthalb Stunden rund 210 Unterschriften zur Unterstützung der Amnesty-Petitionen.
„Die Aktion hat uns riesigen Spaß gemacht und wir haben uns total über das große Interesse der Menschen in Erlangen gefreut. Deshalb ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten!“, strahlte ein Gruppenmitglied.

Setzt Euch mit einem Klick gemeinsam mit uns ein!
Hier geht’s zur STOP FOLTER-Kampagne von Amnesty International: amnesty.de/stopfolter