Gay Rights are Human Rights!

Artikel 2, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Video: In many countries, being homosexual is worse than being a common criminal

Unser Semesterplan:

  • Interner Workshop zu LGBTI am 03.5.2011 um 19 Uhr
  • Informationsstände zum Semesterstart am 10.5. (Langemarckplatz) und am 12.5. (Roterplatz)
  • Filmabend East West Sex & Politics am 17.5. um 19:30 Uhr im Kollegienhaus, Raum 1.022
  • 50 Jahre Amnesty Feier am 28.5. von 11 bis 17 Uhr im E-Werk, Erlangen
  • Flashmob Ein Toast für die Menschenrechte! am 2.7. um 15 Uhr vor der Lorenzkirche, Nürnberg

Die Menschenrechte sind universell, sie gelten für jeden, immer und überall. Kein Mensch kann sie verlieren, auch nicht aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Unser Schwerpunkt liegt dieses Semester auf LGBTI-Rechten, den Rechten lesbischer, schwuler, bisexueller, transsexueller und intersexueller Menschen, die auch heute noch Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Weltweit werden Hassverbrechen auf diese Menschen verübt: sie werden geschlagen, umgebracht, vergewaltigt, verlieren ihren Job, ihr gesellschaftliches Ansehen, die Unterstützung ihrer Familien und werden ins Gefängnis geworfen. In vielen Ländern ist Homosexualität illegal und somit strafbar, sie wird mit hohen Gefängnisstrafen und sogar der Todesstrafe bestraft. So verschärft sich die Situation für Homosexuelle zum Beispiel in Uganda seit 2005 zunehmend und neben Gefängnisstrafen hat vor allem die gesellschaftliche Diffamierung extreme Ausmaße angenommen. Homophobie ist weit verbreitet, die Angst vor der vermeintlichen „Andersartigkeit“ Homosexueller führt dazu, dass diese ausgegrenzt werden, Homosexualität zum Tabuthema wird und der Hass wächst. Homosexualität wird als Krankheit betrachtet, als etwas das man heilen kann, notfalls mit Gewalt wie im Extremfall die sogenannten „corrective rapes“ an lesbischen Südafrikanerinnen zeigen. Viele konservative Religionsgemeinschaften, zum Beispiel das orthodoxe Christentum, sehen Homosexualität weiterhin als Sünde an.

Auch in vermeintlich „aufgeklärten“ Gesellschaften stoßen wir immer wieder auf Diskriminierung. Besonders die Wahrnehmung und Behandlung von Intersexuellen – genetisch und hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zuzuordnen – stellt hierbei noch ein großes Problem dar. Die Aufarbeitung von schwerwiegenden medizinischen Eingriffen und die Anerkennung der Selbstbestimmung über die eigene Identität stehen auch in Deutschland noch ganz am Anfang.

Dennoch gehen jedes Jahr immer wieder Menschen auf die Straße um an Gay Prides/Christopher Street Days und ähnlichen Feiern und Demonstrationen für ihre Rechte einzutreten und zu feiern. LGTBI-Rechte haben viele Facetten, und wie wir gesehen haben, gibt es weltweiten Handlungsbedarf. Bei Amnesty International gibt es eine eigene Kogruppe zu diesem Thema, sie heißt Menschenrechte und sexuelle Identität (Mersi). Auf der Homepage finden sich auch immer wieder aktuelle Fälle, zu denen ihr selbst aktiv werden könnt.

Amnesty Gruppe: Menschenrechte und sexuelle Identität

Wer sich noch weiter informieren möchte, dem empfehlen wir das Buch: „Urgency Required: Gay and Lesbian Rights are Human Rights“ von Ireen Dubel und André Hielkema

… Oder kommt doch einfach mal bei uns vorbei!

Hier findet ihr eine kleine Auswahl an Links zum Thema: