Schreiben kann Leben Retten!

Am 10. Dezember 1948 wurde von den Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet, seither wird an diesem Datum der Internationale Tag der Menschenrechte gefeiert.

Bereits seit 2001 veranstaltet Amnesty International jedes Jahr zu diesem Anlass einen Briefmarathon. Zehntausende Menschen auf der ganzen Welt verfassen jedes Jahr zahlreiche Apellschreiben zugunsten von Opfern von Menschenrechtsverletzungen, auch in Deutschland haben sich viele Gruppen unter dem Motto „Dein Brief kann Leben retten“ an der Aktion beteiligt.

Die Fälle

  • Su Su Nway (Myanmar)

Die 38-jährige Gewerkschafterin und Oppositionspolitkerin der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) wurde 2008 zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem sie sich an friedlichen Protesten gegen steigende Lebensmittel- und Benzinpreise beteiligt und ein regierungskritisches Plakat hochgehalten hatte. Ihre Strafe verbüßt sie derzeit unter menschenunwürdigen Haftbedingungen in einem abgelegenen Gefängnis im Norden des Landes, wo sie keine ausreichende medizinische Behandlung für ihre gesundheitlichen Probleme erhält und nicht von ihrer Familie besucht werden darf.

  • Femi Peters (Gambia)

Femi Peters, Wahlkampfleiter der gambischen Oppositionspartei United Democratic Paty (UDP) wurde im April diesen Jahres zu einer einjährigen Haft- und Geldstrafe verurteilt, weil er eine friedliche Demonstration organisiert hatte. Das Verfahren gegen den 64-Jährigen entsprach in keiner Weise internationalen Standards und stützt sich im Wesentlichen auf die Ausagen von vier hochrangigen Polizeibeamten. Es wird befürchtet, dass seine Gesundheit stark unter den Zuständen leidet, die Peters derzeit im Gefängnis ertragen muss.

  • Norma Cruz (Guatemala)

Die 48 Jahre alte Norma Cruz leite die Frauenrechtsorganisation Fundación Sobrevivientes in Guatemala-Stadt. Seit 2008 erhält sie immer wieder anonyme Morddrohungen, weil sie sich für die Aufklärung sexueller Gewalt an Frauen und die Bestrafung der Täter einsetzt. Zwar nahm die Polizei im Oktober 2009 einen Verdächtigen wegen Morddrohungen fest, dieser wurde allerdings kurz darauf wieder freigelassen. Obwohl sich Norma Cruz in großer Gefahr befindet, solange die Verantwortlichen nicht gefasst sind, kommen die Ermittlunger der Staatsanwaltschaft nur schleppend voran.

Mehr Infos zu den Fällen, noch mehr Fälle und die Adressen, an die die Briefe geschickt werden, gibt’s:

Auch die Hochschulgruppe hat sich am Briefmarathon beteiligt. Von 10 bis 14 Uhr gab es für alle Studierenden und Interessierten die Möglichkeit, vor dem Audimax bei unserem Stand vorbei zu kommen, einen Glühwein zu trinken, Lebkuchen zu essen und seinen Teil zum Gelingen des Briefmarathons beizutragen. Am Ende des Tages konnten wir einen ganzen Stapel Briefe an die zuständigen Stellen versenden, um so den Opfern von Menschenrechtsverletzungen zu helfen!

An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Alle, die da waren, mitgemacht haben, Briefe untezeichnet haben oder einfach nur auf einen Glühwein vorbeigekommen sind!