international students day WS 2008/2009

International Students Day zu Simbabwe/WOZA

Wie jedes Jahr nahmen wir den International Students Day am 17.11. zum Anlass, eine Aktion zu machen. Das Thema war in diesem Jahr aus aktuellem Anlass Simbabwe: WOZA (= Women and Men of Zimbabwe Arise), eine der größten Oppositionsgruppe in Simbabwe, die sich dem autokratisch regierenden Präsidenten Robert Mugabe entgegensetzt, wurde in diesem Jahr mit dem Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International geehrt. WOZA, eine Gruppe mit mehr als 35.000 größtenteils weiblichen Mitgliedern, setzt sich insbesondere für die Frauen in Simbabwe und deren Menschenrechte ein. Ob es nun um das unbezahlbare Schulgeld oder um steigende Preise von Lebensmitteln geht, die WOZA-Aktivisten protestieren mit ausnahmslos friedlichen Mitteln für ihre Rechte. Unter dem Motto „Tough love“ singen und beten sie auch – mit Texten wie „Fegt den Schmutz der Korruption von den Straßen“ oder „Liebe statt Hass“.

Ein paar der WOZA-Aktivistinnen waren genau wegen dieser Aktivitäten in Haft und auch wir hatten geplant, am 17.11. für sie Unterschriften zu sammeln (die Amnesty-Eilaktion für die inhaftierten Frauen lief schon ein paar Wochen und es wurden auf der ganzen Welt Unterschriften für ihre Freilassung gesammelt). Erfreulicherweise wurden sie schon davor freigelassen!

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, einen “reinen” Infostand, also ohne Unterschriftenliste, zu veranstalten – Informationen über Simbabwe, WOZA und die Menschenrechte sind nichtsdestotrotz wichtig, weil es in Simbabwe nach wie vor keine demokratische Regierung gibt. Wir waren mit unserem Stand zwischen den Treppen zum Audimax aufgestellt und haben sogar dem Uniradio ein spontanes Kurzinterview gegeben. Da die Vorweihnachtszeit auch schon fast angefangen hatte, gab’s auch Glühwein (und Kinderpunsch)!

Wir haben uns über das Interesse sehr gefreut!