Filmabend: China Blue

Filmabend: China Blue

Traditionell fand auch in diesem Sommersemester ein Filmabend statt. Am Mittwoch, den 18. Juni 2008, luden wir zu China Blue (von Micha X. Peled), einem dokumentarischen Porträt über eine junge chinesische Fabrikarbeiterin, ein.

 

 

Seit einigen Jahren gibt es in China zunehmend mehr Wanderarbeiter, die vom Land in Chinas boomende Städte ziehen, um dort Arbeit zu finden und so Geld für ihre Familien zu verdienen. Momentan wird die Zahl dieser extrem billigen Arbeitskräfte auf 200 Millionen Menschen geschätzt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind in den Fabriken oft katastrophal: Mit umgerechnet zwei bis drei Euro Lohn pro Tag bekommen die Arbeiter kaum genug Geld zum Überleben, sie arbeiten 12-14 Stunden pro Tag und haben nur einen freien Tag im Monat. Jegliche Versicherung oder Versorgung im Krankheitsfall fehlt. Es gibt keine Gewerkschaften, die dagegen protestieren könnten, dass die Arbeitskräfte ohne Vertrag arbeiten und zu Überstunden gezwungen werden.


In unserer Petition, die fast alle Zuschauer mit ihrer Unterschrift unterstützten, fordern wir die Beseitigung des Huoko-Systems und die Zulassung von Gewerkschaften. Wir freuen uns, dass trotz anderweitiger Ereignisse über 30 Zuschauer den Weg zu uns gefunden haben.