Filmabend: The Road to Guantánamo

Am Donnerstag, den 17.01.08, zeigten wir das Doku-Drama „The Road to Guantánamo“ im Kollegienhaus. Zu unserer großen Freude kamen fast 70 Besucher, von denen sich mehr als die Hälfte spontan an einer Petition zur Schließung Guantánamos beteiligten.

Die Idee für den Filmabend kam durch ein trauriges Jubiläum auf: Seit mittlerweile sechs Jahren (11.02.2002) gibt es Guantánamo Bay, Kuba. Der US-Militärstützpunkt ist ein rechtsfreier Raum, in dem den Gefangenen keinerlei Rechte zugestanden werden: ohne Anklage, ohne Recht auf juristische Unterstützung oder ein faires Gerichtsverfahren sind sie teils schon seit Jahren inhaftiert. Viele der Gefangenen in Guantánamo werden misshandelt – sei es während der Überführung dorthin oder während der Verhöre; sei es infolge der Isolation oder der unbestimmten Haftdauer. amnesty international fordert die sofortige Schließung von Guantánamo.

In dem Film geht es um drei Briten, die zu einer Hochzeit nach Pakistan reisen – dort aber nie ankommen. Sie werden von der Nordallianz festgenommen und dem US-Militär ausgeliefert. Bis sie drei Jahre später ohne Anklageerhebung freigelassen werden, vergehen zwei lange Jahre in Guantánamo Bay, Kuba. In Guantánamo, dem „Gulag unserer Zeit“ (Irene Khan, internationale Generalsekretärin von amnesty), werden sie verhört, erniedrigt und gefoltert.

Diese wahre Geschichte erzählt der Regisseur Michael Winterbottom in einem fesselndem Doku-Drama, für das er mit einem Silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet wurde.